Die Taufe

Bedeutung der Taufe

Mit der Taufe wird das Kind  bzw. der Erwachsene in die Gemeinschaft mit Christus und in die kirchliche Gemeinde aufgenommen. Auch Jesus selbst wurde von „Johannes dem Täufer“ im Jordan getauft.

Die Taufe ist ein Fest und sichtbares Zeichen des Glaubens. Der Täufling wird Christ. Gottes Segen begleitet den Täufling das ganze Leben hindurch. Christus ruft ihn beim Namen und nimmt ihn an in seiner Einzigartigkeit – so wie er ist.

Verfolgt man die Wortherkunft, so findet man beispielsweise griechische und germanische Wurzeln mit der Übersetzung ein- bzw. untertauchen. Man trifft hierbei auch auf das Adjektiv „tief“. Dies alles sagt viel über die Taufe aus. Man könnte dies so zusammenfassen: Durch das Ein- bzw. Untertauchen verabschiedet sich der Mensch von der Oberflächlichkeit, gewinnt an Tiefe, an Werten, an Orientierung. 

Bei Kindern treffen die Eltern die Entscheidung zur Taufe, sie möchten ihr Kind christlich erziehen und den Glauben vorleben und erlebbar machen. Eltern und Paten entscheiden sich für christliche Werte. Sie bringen ihre Freude über das Wunder der Geburt, über das neu entstandene Leben aber auch ihre Fragen und Ängste zu Gott. Sie wählen auch einen Taufspruch, der den Täufling ein Leben lang begleiten soll. 

Bei der Firmung bzw. Konfirmation haben die katholischen sowie evangelischen Christen die Möglichkeit, die Entscheidung der Eltern zu bekräftigen und nochmals „ja“ zum christlichen Glauben zu sagen.

Die Bedeutung des Wassers bei der Taufe

Wasser steht für Leben. Das Weihwasser bei der Taufe symbolisiert den Beginn des neuen, christlichen, ewigen Lebens. Wie Wasser zum Leben notwendig ist, so ist auch die Ausrichtung auf Gott hin für die Christen essentiell. 

Wasser bedeutet zudem Reinigung, der Täufling wird durch das Wasser der Taufe zu einem neuen Menschen. Benutzen die Christen bei verschiedenen Gelegenheiten Weihwasser zur Segnung, so erinnert dies an die Taufe. 

Unterschied Taufe bei Katholiken und Evangelen

In der evangelischen Kirche sind die beiden Sakramente Taufe und Abendmahl anerkannt, da sich hierfür Zeugnisse in der Bibel finden.

Die Katholiken feiern mit Taufe, Firmung, Buße, Kommunion, Krankensalbung, Ehe und Priesterweihe sieben Sakramente. Diese entwickelten sich im Laufe der Zeit. 

Eine große Gemeinsamkeit der katholischen und der evangelischen Kirche ist somit das Sakrament der Taufe. Sie ist nicht konfessionsbezogen, sie ist christlich und vereint verschiedene Konfessionen. Hier wird der Mensch in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen. Sie macht sichtbar, dass Gott den Täufling annimmt. Die Taufe wird von fast allen christlichen Kirchen anerkannt. Somit ist die Taufe auch nur ein Mal möglich. Dies gilt auch wenn er zum Beispiel vom katholischen Glauben zum evangelischen übertritt. Die Taufe ist auch Voraussetzung für bestimmte Rechte. Jeder, der ein Patenamt übernehmen möchte, muss beispielsweise selbst getauft sein. 

Obwohl es keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen der katholischen und evangelischen Tauffeier gibt, hat man doch oft einen anderen Eindruck. Dies kommt oftmals vom Einsatz der symbolischen Handlungen. Diese sind optional, sie beeinflussen also nicht die Gültigkeit des Sakraments. Dazu gehören die Salbung mit Chrisam, der Effata-Ritus, das Überlegen des Taufkleides oder das Anzünden der Kerze an der Osterkerze. Diese Handlungen sind überall möglich, jedoch nicht überall Brauch. Meist finden sie in der katholischen Kirche verstärkt Anwendung. Von Gemeinde zu Gemeinde ist auch der Rahmen der Taufe oft unterschiedlich. Teilweise empfängt der Täufling dieses Sakrament in einer gesonderten Feier oder die Taufe findet während des sonntäglichen Gottesdienstes statt. Den Rahmen der Taufe beeinflusst auch die musikalische Gestaltung.

Wie auch immer die Taufe gestaltet wird, grundsätzlich vereint dieses Sakrament die katholische und evangelische Kirche.